January 10, 2019

Nur die Potenzialität kommt in die Aktualität. Du bist schon das, was du werden willst. Erkenne dich.

ALS ICH MICH SELBST ZU LIEBEN BEGANN CHARLES CHAPLIN ZU SEINEM 70. GEBURTSTAG AM 16. APRIL 1959 Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man Vertrauen. Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, nicht gegen meine eigenen Wahrheiten zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man Authentisch-sein. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich: Das nennt man Reife. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich: Das nennt man Ehrlichkeit. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“, aber heute weiß ich: Das ist Selbstliebe. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: Das nennt man Demut. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur in diesem Augenblick, wo alles stattfindet. So lebe ich heute jeden Tag und nenne das Bewusstheit. Als ich mich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute Herzensweisheit. Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich: Das ist das Leben! Charles Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

January 2, 2015

Training für Lunge und Stimme Von Susanne Machatsch-Bröckler | 07.02.2014 17:20 Uhr „Sei doch nicht gleich beleidigt“, raunzte mein Gegenüber und rauschte aus dem Raum. Ich war nicht beleidigt. Ich war stinksauer! Komplett falsch gelaufen diese hitzige Diskussion. Kein Wunder, wenn meine Stimme knödelig klingt und Schnappatmung einsetzt. Das soll anders werden – durch Atem- und Stimmtraining im Schauspielstudio von Diana Gaede auf der Carlshöhe. Foto: „Hier bin ich!“ Schauspieldozentin Diana Gaede demonstriert eine der schwersten Posen. Bis es so federleicht und selbstverständlich wie bei ihr wirkt, ist hartes Arbeiten angesagt. „Hier bin ich!“ Schauspieldozentin Diana Gaede demonstriert eine der schwersten Posen. Bis es so federleicht und selbstverständlich wie bei ihr wirkt, ist hartes Arbeiten angesagt. © Pörksen Kommentieren Drucken Text Wenn Sie diesen Empfehlen-Button klicken und als Facebook-Nutzer eingeloggt sind, wird Ihre IP-Adresse an Facebook übermittelt. Lesen Sie mehr zum Thema Datenschutz bei Facebook. Eckernförde. „Genau richtig hier“, empfängt mich die Theaterpädagogin, Schauspielerin und Regisseurin in der fünfköpfigen Gruppe – und genau so empfinde ich es. Gleich der erste Tipp von Diana Gaede brennt sich ein: Atmung sollte sich nicht im Brustkorb stauen. Es reichen schon drei lange Atemzüge tief in den Bauchraum, um vor jeder Aktion Sicherheit und Ruhe zu bringen. „Hier liegt das Zentrum unserer Kraft und unserer Ausstrahlung“, sagt sie und legt während unserer 90-minütigen Übungseinheit immer wieder die Hand auf den Bauch. Überhaupt gibt es viel zu lernen in Diana Gaedes Studio für Schauspiel, Rhetorik, Improvisation, Fechten und Trauerbegleitung. Unterstützt vom NDR-Moderator Christian Enner unterrichtet das 50 Jahre alte blonde Energiebündel aus Berlin, das dort, aber auch in Bochum und in der Schweiz studierte, seit 2012 in Eckernförde. Und sie lebt, was sie lehrt: „Nur wenn du von etwas begeistert bist, kannst du senden und überzeugen.“ In mitreißender Art holt sie alles aus uns heraus und räumt jede Hemmschwelle aus dem Weg. So rast auch die ungeübteste Anfängerin wie ich plötzlich mit Feuereifer über die Bühne oder rezitiert mit Inbrunst ein Gedicht von Morgenstern. Dabei war ich eigentlich nur gekommen, um souveränes Atmen in Stresssituationen zu automatisieren. „Die Stimme ist ein Ausdruck unserer Persönlichkeit“, erklärt der Coach mit leuchtenden Augen. Deshalb wird nicht nur an der Brillanz, sondern auch am körperlichen Ausdruck und an der Präsenz gearbeitet. Lockere Lippen, geschmeidiger Mund, elastische Zunge, sicherer Stand gehören zu jedem Erwärmungsprogramm. Und für jeden, der dienstags mitmacht, ist das Richtige dabei. Rainer Lindberg (70) aus Damp zum Beispiel, der uns so herrlich selbstbewusst den Faust-Monolog vorträgt, möchte seine Stimme stärken. Er ist Referent und am zweiten Seminartag reicht seine Stimmkraft meist nicht mehr aus. Dafür trainieren wir die Stimmbänder (am besten täglich). Mit leicht angespannten Bauchmuskeln wird jeder Vokal U, O, A, E, I zweimal einen langen Atemzug getönt, präzise Artikulation versteht sich. Und von Mal zu Mal spüre ich, dass mein brüchiges „E“ immer voller klingt. Lehrerin Mechthild Petersen (61) aus Friedland kann mit ihrem wundervoll warmen „A“ im Übungssatz „Es nahte die Nacht mit strahlendem Glanz“ den Raum erfüllen. Jetzt will sie sich weiterentwickeln und nimmt es tapfer mit dem Zungenbrecher „Der Cottbuser Postkutscher putzt den Cottbuser Postkutschkasten“ auf. „Die Worte kommen aus dem Bauch geschossen, nicht aus dem Hals“, wird unsere wirbelige Trainerin nicht müde, uns beizubringen. Britta Schmidt (57) aus Götheby liebt die Arbeit mit Texten. „Improvisation habe ich probiert, aber das ist nichts für mich“, hat sie festgestellt. Dafür kann sie beneidenswert umsetzen, was Diana Gaede ihr vorgibt. So macht sie aus einem neutralen Text mal einen Krimi, eine Nachricht oder ein Märchen. Immer im Bemühen, den Spannungsbogen zu halten, weil Pausen im Satz genauso wichtig sind wie Komma und Punkt. Das mit dem Vortragen mag ich nicht so gerne, viel zu aufregend. Dabei war ich im Dialog, der kein Wort mit „t“ enthalten durfte, gar nicht schlecht. Aber ich glaube, ich habe jetzt meine individuelle Sprechstimmlage gefunden und bemühe mich um Stärke durch Lockerheit. Wer es nicht glaubt – wir können gerne mal darüber diskutieren, ich bin vorbereitet.

September 29, 2014

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